Wo kommt das Salz her?

Die Meersalzernte im französischen Aigues-Mortes am Mittelmeer. ©VKS/privat
Wie kommt das Salz aus dem Meer?

Früher leiteten die Menschen in südlichen Ländern das Meerwasser in flache Becken und nutzten die Kraft der Sonne, um das Wasser darin verdunsten zu lassen. Übrig blieb: Salz.

Heute macht man das auf ähnliche Weise, nur ein wenig aufwändiger: Das Wasser wird zunächst in flache Betonbecken gepumpt, die man Salzgärten nennt. Dort setzen sich Sand, Schlamm und Mikroorganismen ab.

Von da aus wird das noch salzige Wasser in weitere Becken geleitet. Durch die fortlaufende Verdunstung setzt sich dann im letzten Becken das Salz ab. Das wird anschließend mit Maschinen oder per Hand zusammengeschoben, gründlich gereinigt und verpackt.

»Es gibt unterschiedliche Salzarten: Steinsalz, Siedesalz und Meersalz. Vor tausenden von Jahren entdeckten die Menschen, dass Meerwasser Salz enthält. Das daraus gewonnene Salz heißt Meersalz und wird heute vor allem in Ländern mit intensiver Sonneneinstrahlung gewonnen – zum Beispiel in Frankreich, Spanien oder Portugal.«

Das Sprengbohrloch-Fahrzeug beim Bohren von sieben Meter tiefen Löchern, in die der Sprengstoff gefüllt wird. © K+S AG

»Salz ist unterirdisch überirdisch gut. Und immer noch taufrisch, obwohl es viele Millionen Jahre alt ist. Das soll ihm erst mal einer nachmachen.«

Eine Millionen von Jahren alte Geschichte Oder:
wie alles begann

Vor Millionen von Jahren verdunsteten die flachen Randmeere der Ozeane. Zurück blieben mächtige Salzschichten, die durch Erdverschiebungen unter andere Gesteinsschichten geschoben wurden. Deshalb muss man heute tief graben, um an das sogenannte Steinsalz zu gelangen und es an die Oberfläche zu befördern.

Bergbau: früher und heute

Von keltischen Bergleuten wird berichtet, dass sie bereits 1.000 Jahre vor Christus auf der Suche nach Salz waren. Unermüdlich und mit vergleichsweise einfachsten Mitteln mussten sie Gänge – sogenannte Stollen – schlagen, ehe sie auf das weiße Gold stießen.

Heute wird das Salz durch Bergbau gewonnen. In den Salzbergwerken wird zunächst ein Schacht bis in die Salzschicht getrieben. Anschließend wird ein Stollen durch Salz und Gestein gefräst – so breit wie eine Straße und hoch wie ein Haus. Zum Vortreiben des Stollens werden mit Maschinen Sprenglöcher in die Salzlager gebohrt. Diese Löcher werden dann mit Sprengstoff gefüllt, der elektrisch gezündet wird.

Das Steinsalz, das durch die Sprengung herausbricht, wird auf Förderbänder geschaufelt, zerkleinert und zu Tage (das heißt: nach oben ans Tageslicht) gefördert.

Steinsalz in unserem Alltag

Steinsalz findet in vielen Bereichen unseres Lebens Verwendung. Oft in Bereichen, von denen man es gar nicht erwartet hätte. So wird es zur Herstellung von Kunststoff, Glas, Papier, Medikamenten, Seife und Zahnpasta verwendet.

Im Winter wird es zum Tauen von Schnee und Eis auf Straßen gestreut.

Der Radlader fördert in seiner Schaufel bis zu 14 Tonnen Salzgestein. © K+S AG

Versuch:

MEERSALZ SELBST HERSTELLEN - SO GEHT‘S:

Du brauchst dazu:
  • 1 Liter Meerwasser oder 1 Liter Wasser, in dem du 5 Esslöffel Salz auflöst
  • 1 flachen Teller
  • 1 Krug
Was musst du tun:

Gieße etwas Salzwasser in einen flachen Teller und stelle ihn in die Sonne oder an die Heizung. Und? Wieviel von dem Salzwasser ist nach einem Tag noch übrig? Wenn sich am Tellerrand Salzkristalle gebildet haben, gieße noch etwas Salzwasser nach. Wiederhole das einige Tage lang. Bald schon kannst du so dein eigenes Meersalz ernten.